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Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
Oranienburger Str. 31
10117 Berlin
Tel.: 030.282 68 26
Fax: 030.282 85 29
www.zwst.org

 

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Hilfe ist die Antwort auf Not. Wenn private Hilfe die Not nicht mehr beheben kann, ist organisierte Hilfe nötig.

Die Entstehung der zentralisierten jüdischen Wohlfahrtspflege im Jahr 1917 war die Antwort auf eine Fluchtbewegung von Millionen Juden aus dem Osten Europas. Die damit einhergehenden Nöte waren nicht mehr mit traditioneller Hilfe zu lindern.

Dieser sozialgeschichtliche Hintergrund ist ein Spezifikum jüdischer Wohlfahrtspflege hierzulande. Er unterscheidet sich grundlegend von den Entstehungsbedingungen anderer Wohlfahrtsverbände.
"Zedaka", der hebräische Begriff für Wohltätigkeit im religiösen Judentum, beinhaltet einerseits eine sozial- ethische Handlungsweisung, eben die Art und Weise, wie Bedürftigen geholfen werden soll, und steht andererseits für soziale Gerechtigkeit.

Wohltätig zu sein heißt, eines der höchste Gebote zu erfüllen und den Bedürftigen Hilfe zu leisten, nicht etwa nur in Form von Almosen, sondern vielmehr im Sinne einer ausgleichenden Rechtsordnung mit dem Ziel, aus der Bedürftigkeit zur Eigenständigkeit zurückkehren zu können.
"Zedaka" steht seit hunderten von Jahren für den begriff der "Hilfe zur Selbsthilfe". Die unterstützten Maßnahmen gewähren, daß dabei keine Schamgefühle entstehen.

Die organisierte jüdische Sozialarbeit hat sich auf der Basis dieser religionsgesetzlich verankerten Wohltätigkeit entfaltet.
Die heutige Angebotspalette als psychosoziale Serviceorganisation der jüdischen Gemeinde in Deutschland umfaßt neben der Betreuung vom Kind bis zum alten Menschen die Fort- und Weiterbildung der in jüdischen Einrichtungen tätigen Mitarbeiter/innen.
Unser in Berlin und Brandenburg tätiges Büro unterstützt im wesentlichen der Aufbau der "neuen" Jüdischen Gemeinden und trägt dazu bei, in der Öffentlichkeit Akzeptanz und Toleranz zu fördern.