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08.03.2014

Diskussion zur Kita-Betreuung in Strausberg

„Gute Kita – teure Kita?“ lautete der Titel einer gemeinsamen Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Karl-Hamann-Stiftung am 8. März in Strausberg. Eltern, Kita-Erzieherinnen und Kommunalpolitiker tauschten Erfahrungen aus und berieten, was gute Kita-Betreuung und Bildung ausmacht.

Bettina Stobbe vom „Paritätischen“ hat viele Erfahrungen in diesem Bereich und stellte die im Januar gestartete Kampagne „Gute Bildung von Anfang an!“ vor. Neben der Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation müsse auch endlich mehr Zeit für individuelle Elterngespräche, für Weiterbildung und Maßnahmen zur Orientierung an fachlichen Standards zur Verfügung stehen. „Wir wollen gute Bildungsbedingungen für alle Kinder. Deshalb brauchen wir eine Freistellung für Leitungsaufgaben und die Qualitätsentwicklung“, erläuterte sie die Forderungen der Kampagne.
Andreas Büttner, FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag, empfindet das Versagen von SPD und Linken als zynisch, denn es verschlechtert die Chancen der Kinder in Brandenburg. Die FDP wolle dies ändern, wenn sie im September in die Landesregierung kommt.

Mit Kerstin Neukirch von der Kita „Tausendfüßler“ kam auch eine Praktikerin zu Wort. Sie als selbständige Unternehmerin der Kindertagespflege, mahnte eine Gleichstellung zwischen kommunalen und freien Trägern an.
Rainer Lange, Hauptamtsleiter aus Petershagen/Eggersdorf, berichtete exemplarisch zur Situation einer Berliner Umlandgemeinde. Hier sind die Leiterinnen von der Gruppenbetreuung freigestellt und die Gemeinde kann es sich leisten, Eltern nicht zu „Sonderleistungen“ heranzuziehen. In finanziell schlechter gestellten Kommunen müssen Eltern neben den Kita-Gebühren oftmals noch für Ausflüge, Bastelmaterial und „Taschentuchboxen“ zahlen oder dabei helfen, die Gruppenräume zu streichen.
Neben einem gesunden Frühstück wurde bei der Veranstaltung auch professionelle Kinderbetreuung angeboten, um Eltern die Teilnahme zu erleichtern. Erzieherin Katrin Lehmann hatte für die drei anwesenden Kinder unterschiedlichen Alters entsprechendes Material dabei. „Wenn wir über Eltern und Kinder sprechen, müssen wir unsere Veranstaltungen auch so gestalten, dass Eltern mit Kindern teilnehmen können“, erläuterte Forenleiter Heiko Krause das Konzept.