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Forderungen im Überblick

 
Mehr Fachkräfte für unsere Kinder

Das Kita- Gesetz legt fest, dass 12 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren von einer pädagogischen Fachkraft betreut werden. Dies entspricht nicht aktuellen wissenschaftlichen Standards. Andere Länder tun mehr für Bildung und Erziehung. Betreuung allein reicht nicht!

Mehr Zeit für jedes Kind
Mehr Personal bedeutet mehr Zeit für jedes einzelne Kind, Zuwendung und individuelle Förderung. Das heißt konkret, auf Begabungen ebenso einzugehen wie bei besonderem Bedarf zu fördern. Je mehr Zuwendung Kindern gewidmet wird, desto besser für ihren weiteren Bildungsweg.

Mehr Zeit für Aus- und Weiterbildung
Wer Kinder bildet, muss selber gebildet sein. Ein System guter Praxisberatung sichert regelmäßige Beratung und Fortbildung und hält die Fachkräfte auf dem aktuellen Informations- und Wissenstand.  Für gute praxisorientierte Ausbildung ist mehr Zeit zur qualifizierten Anleitung nötig. Unser Ziel: Eine Praxisberatungsstelle für 1.000 Kitaplätze und mehr Freistellung für die (An-)Leitung in der Kita.

Mehr Zeit für Qualität
Kita-Leitungskräfte brauchen vor allem eins: mehr Zeit um gute Qualität einer Kindertagesstätte zu erreichen. Sie müssen darum von der Gruppentätigkeit freigestellt werden und das „Unternehmen Kita“ professionell managen.
Die Freistellung muss sich künftig an der Zahl der tatsächlich eingesetzten Mitarbeiter den orientieren.

Mehr Zeit für Entwicklung
Kinder entwickeln sich gut wenn sie spielerisch lernen. Theaterbesuche, jahreszeitliche Feste, wissenschaftliche Experimente, Projekte und vieles mehr aber benötigen gute Vor- und Nachbereitung, damit die Kinder von den Angeboten wirklich profitieren. Fachkräfte brauchen ausreichend Vorbereitungszeiten.

Mehr Zeit für Austausch zwischen Eltern und Erzieher/innen
Eltern und pädagogische Fachkräfte brauchen regelmäßig Zeit für den Kontakt miteinander. Nur so gelingt es, dass sie sich über die Entwicklung des Kindes gegenseitig informieren und austauschen.

Download

Für detaillierte Informationen zu unseren Forderungen lesen Sie hier.

Dateigröße: 0,69 MB, application/pdf

Unsere Langfristforderungen

Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg hält es aus den angeführten Überlegungen und den fachlichen sowie gesellschaftlichen Entwicklungen für unverzichtbar, perspektivisch folgende Punkte umzusetzen:

Die Verbesserung des Personalschüssels, d.h. je 1 Fachkraft (VZE):

  •  für 4 Kinder von Null bis 3 Jahren
  • für 8 Kinder von 3- 6 Jahren
  • für 18 Kinder von 6- 12 Jahren (Grundlage ist die Mindestbetreuungszeit)

Die Anerkennung der tatsächlich zur Verfügung stehenden Arbeitszeit im Betreuungsschlüssel
  • Arbeit mit den Kindern (ca. 60%)
  • Mittelbare pädagogische Arbeit (ca. 20%)
  • Ausfallzeiten (ca. 20%)

Ein System von Praxisberatung, das den aktuellen Entwicklungen Rechnung trägt:
  • 1 PraxisberaterIn für 1000 Kinder
  • 84 % Personalkostenförderung durch das Land auch für Praxisberatung

Die bedarfsgerechte Freistellung für Leitungsaufgaben:
  • ab mindestens 130 Plätze muss 1 LeiterIn freigestellt werden

Unsere Kurzfristforderungen

Darüber hinaus fordern wir die politisch Verantwortlichen auf, einen Stufenplan zu entwickeln, der Perspektiven verbindlich aufzeigt.
Unsere Vorschläge für die allerersten Schritte sind unsere Forderungen JETZT:

Die  Leitungsfreistellung für jede Einrichtung um 0,125 VZE verbessern (Vollzeit-Äquivalent) – unabhängig von der Einrichtungsgröße.

  • Zum Erreichen dieses Zieles werden rechnerisch ungefähr 220 zusätzliche Stellen für Sozialpädagoginnen/Erzieherinnen finanziert.
  • So wird die Leitungsfreistellung für kleine Einrichtungen verdoppelt, und für Einrichtungen mit 100-150 Plätzen oder 10-15 pädagogischen Fachkräften wird zumindest eine Halbtags-Freistellung erreicht.

Den Personalschlüssel für Kinder von 0 bis 24 Monate auf 1:5 verbessern.
  • Zum Erreichen dieses Zieles werden die Personalkosten für zusätzlich rund 300 ErzieherInnen finanziert.
  • Differenziert wird dabei nach Kindern in Mindestbetreuungszeit (d.h. bis zu 6 Stunden) und Kindern in Ganztagsbetreuung, d.h. 6 Stunden und mehr. Folgendes Verhältnis erscheint fachlich und finanzpolitisch als Zwischenschritt gerechtfertigt: 1,0 VZE für 5 Kinder in Ganztagsbetreuung und 0,8 VZE für 5 Kinder in Mindestbetreuungszeit