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19.10.2012

In Brandenburger Kitas ist zu viel „Sand im Getriebe“

Kita-Kinder und die Wohlfahrtsverbände übergeben Kita-(Heraus-)Forderungen an die Landespolitik 

Ausgestattet mit Sand und Schaufeln vor einer großen Wand mit bunten Zahnrädern machten am Freitag, den 19. Oktober 2012, rd.  20 Kinder der Potsdamer Kita „Sonnenschein“ deutlich, dass noch ganz viel „Sand im Getriebe“ der Brandenburger Kindertagesstätten ist. Stellvertretend für alle Kinder des Landes Brandenburg in Krippen-, Kindergarten- und Hortbetreuung sowie deren Eltern, Erzieherinnen und Erzieher forderten sie die Landtagsabgeordneten auf, endlich einen weiteren Schritt hin zu gelingenden Rahmenbedingungen für den Bildungsauftrag in Kindertagesstätten zu gehen.

 
Mit dieser symbolischen Aktion hatte die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Kontext der Beratungen zum Doppelhaushalt 2013/2014 den Mitgliedern des  Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport des Brandenburger Landtags die (Heraus-)Forderungen in der Kindertagesbetreuung bereits im Herbst 2012 überreicht.

Mit der Übergabe des Positionspapiers „Bessere Chancen. Für Kinder. Für Brandenburg. – Herausforderungen in Kindertageseinrichtungen“ erneuerten die Wohlfahrtsverbände gemeinsam die seit 2008 aufgestellten Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen für eine gute Bildung, Erziehung und Betreuung in den Brandenburger Kindertagesstätten und zeigen darüber hinaus die dringlichsten Schritte zur Umsetzung auf. Denn Brandenburg gehört trotz der seit Mitte 2010 umgesetzten Verbesserung im Betreuungsschlüssel nach wie vor zu den Schlusslichtern  im bundesweiten Vergleich der Bertelsmann-Stiftung.

„Wir fordern mit diesem Positionspapier deshalb die politischen Entscheidungsträger im Land Brandenburg auf, weiter in die Zukunft der Brandenburger Kinder zu  investieren und den Anschluss nicht zu verpassen“ betonten die Geschäftsführungen der Verbände. Sie unterstrichen noch einmal :„Die Fachkräfte in den Kindertagesstätten des Landes immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen, wenn sie sowohl ihren eigenen Ansprüchen an eine gute Bildung, Erziehung und Betreuung als auch denen der Eltern sowie der Landesregierung gerecht werden wollen.“ Daher ist es dringend nötig, sofort erste Schritte zu gehen und die Verbesserung der Personalsituation in den Einrichtungen auch finanziell mitzudenken, um nicht zwei weitere wertvolle Jahre verstreichen zu lassen. Denn weder Beschäftigte oder Kita-Träger, noch Eltern und deren Kinder werden die Geduld über mehrere Jahre aufbringen können, bis die nächsten Entwicklungen Früchte tragen.

Die im Rahmen des Landtagswahlkampfs 2009 gegebenen Versprechen müssen endlich weiter eingelöst und ein verlässlicher Stufenplan für weitere Schritte erarbeitet werden!

Seither ist viel im (fach-)politischen Raum diskutiert worden. Veränderungen sind jedoch seither weder in die Wege geleitet worden, noch gibt es konkrete Pläne für künftige Verbesserungen. Die Forderungen haben daher weiterhin Bestand.