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Pressemitteilung

Mehr Erzieher - "Wer hat's erfunden?" - Politik tut etwas Gutes und streitet über die Urheberschaft

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18.02.2015

Mehr Erzieher - "Wer hat's erfunden?" - Politik tut etwas Gutes und streitet über die Urheberschaft

Man reibt sich vielerorts verwundert die Augen: endlich kommt die Landesregierung der Forderung  der LIGA nach und nun geht es darum, wer die Idee hatte, vorfristig erste  Verbesserungen für die Personalsituation in Kitas umzusetzen. Dennoch freuen wir uns als Wohlfahrtsverbände und Initiatoren der landesweiten Kita-Kampagne Gute Bildung. Von Anfang an! über diese positive Entwicklung und Einsicht zur dringenden Notwendigkeit - kommentiert die Mitgliederversammlung der der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg die gestrige Ankündigung, schon ab August diesen Jahres für die Kinder unter 3 Jahren den Personalschlüssel in den Einrichtungen zu verbessern und damit 500 zusätzliche Erzieher einzustellen.

Damit geht ein Signal an alle, dass dem Land nicht nur Quantität von Kita-Plätzen wichtig ist, sondern auch die Weiterentwicklung von Qualität tatsächlich ernst gemeint ist. Nicht nur die direkte Arbeit mit den Kindern wird davon profitieren, sondern auch die gesamte Arbeit einer Kita.

„Wir freuen uns, dass es zum Abschluss der sogenannten Chefgespräche im Rahmen der Haushaltsaufstellung gelungen ist, unserer Forderung nachzukommen, mit ersten Verbesserungen der Personalsituation in den Kitas nicht bis 2016 zu warten. Die unbefriedigende Kompromisslösung im Brandenburgischen Koalitionsvertrag ist damit vom Tisch, ein erstes Aufatmen in den Kitas könnte sich bald einstellen und die zahlreichen Absolventinnen aus der Erzieherausbildung, die im Sommer in den Kitas arbeiten wollen, haben einen Anreiz, in Brandenburg zu bleiben.“ kommentiert Anne Böttcher, Vorsitzende der LIGA diese Nachricht.

Zugleich verweisen die Wohlfahrtsverbände darauf, dass sich damit die Landespolitik in den kommenden Monaten nicht ausruhen darf, um weitere Entlastungen spürbar und nachhaltig wirksam umzusetzen. So braucht es neben diesem ersten erfreulichen Schritt einen gestuften Prozess, der verbindlich für die kommenden Jahre aufgezeigt wird. Grundlage für Qualitätssicherung und –weiterentwicklung in der Kindertagesbetreuung sind neben Personalschlüsselverbesserungen für die Jüngsten auch Verbesserungen für die älteren Kinder, aber auch nicht zu vergessen eine verbesserte Freistellung der Kita-Leitungen.

„Wir halten an unserem Angebot vom Dezember 2014 fest, in welchem wir nicht nur einen Vorschlag für einen gestuften Prozess in dieser Legislaturperiode vorgelegt haben, sondern bei dem wir für einen sachlichen Dialog für eine Überprüfung der gesamten Finanzierungssystematik und –verantwortung geworben haben. Hierfür zeigen wir uns optimistisch, zeigen doch zwischenzeitlich alle demokratischen Parteien im Land die Einsicht zur Notwendigkeit“, so Anne Böttcher.