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23.12.2014

Mehr als nur ein Wunsch fürs neue Jahr: mehr Fachkräfte in den Brandenburger Kitas

Es ist mehr als nur ein Wunsch für 2015, den die Initiatoren der Kita Kampagne „Gemeinsam für: Gute Bildung. Von Anfang an!“ formulieren. Es ist die Aufforderung an alle, die politischen Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum im Land Brandenburg haben: Erste Personalverbesserungen für die Kitas schon zum 01.07.2015 wirksam werden lassen und damit nicht nur die Situation in den Einrichtungen entspannen, sondern auch Absolventen der Erzieherausbildung im Sommer in Brandenburg halten.

Die Wohlfahrtsverbände sehen dringenden Handlungsbedarf, die Personalschlüssel in den Kitas nicht erst in 2016/2017 zu verbessern. „Wir sind davon überzeugt, dass mit einem Stufenprozess erste Verbesserungen der Personalsituation bereits in 2015 möglich sind und damit sogar Maßnahmen realisiert  werden, die über die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele hinaus gehen“, so Anne Böttcher, Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg. Aus diesem Grund haben die Spitzenverbände der Landesregierung einen Vorschlag unterbreitet, der es in einem ersten Schritt im Sommer nächsten Jahres möglich machen soll, dass 230 Vollzeitkräfte zusätzlich in den Kitas des Landes eingestellt werden und somit den Leitungskräften etwas mehr Zeit für ihre vielfältigen Aufgaben als „pädagogische ManagerInnen“ einer Einrichtung zur Verfügung steht. „Die Schlüsselfunktion der Kita-Leitung für die Qualitätssicherung und –entwicklung ist unumstritten und eine Anpassung der zur Verfügung stehenden Zeitkontingente gehört aus unserer Sicht zu den prioritären Maßnahmen, da in den vergangenen Jahren die Aufgaben sowohl qualitativ als auch quantitativ zugenommen haben.“ heißt es in der Begründung. Zusätzliche Fachkräfte sind nach Einschätzung der Verbände vorhanden, wie verschiedene Studien belegen. Es wäre ein falsches Signal an die Absolventinnen und Absolventen der Erzieher-Fachschulen und Hochschulen, wenn wir unmittelbar nach Erhalt der Abschlüsse im Sommer keine Perspektive in Brandenburg bieten könnten. Andererseits würde es an Ignoranz gegenüber den Fachkräften grenzen wenn man die Verbesserung der Personalsituation erst zur Halbzeit der Koalition anstrebt. Ein gestufter Prozess mit halbjährlichen Verbesserungen hätte mehrere Vorteile: der Mehrbedarf an Fachkräften wird über fünf Halbjahre verteilt, regionale Engpässe an geeigneten Fachkräften können besser abgefedert werden und der finanzielle Mehrbedarf von über 70 Mio. € für das Land steigt in kleineren Schritten verteilt auf vier Haushaltsjahre.

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Hintergrundinformationen

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