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Empfehlungen des Deutschen Vereins zur konzeptionellen und strukturellen Ausgestaltung der Fachberatung im System der Kindertagesbetreuung

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Praxisunterstützungssystem

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Kindertagesbetreuung erheblich gestiegen. Kindertagesstätten haben sich von Betreuungseinrichtungen zu Bildungseinrichtungen gewandelt.  In einem Papier des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge heißt es: „Chancengleichheit für alle Kinder, Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben, lebenslagenspezifische Förderkonzepte und der Stellenwert der Kindertageseinrichtungen im Sozialraum haben enorme Veränderungen im Elementarbereich ausgelöst  .“ Parallel dazu steigen seit Jahren die Anforderungen an die pädagogische Arbeit, die ErzieherInnen leisten. Der hohe Stellenwert der Kindertageseinrichtungen bei der frühen Förderung von Kindern führt dazu, dass sich Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mehr denn je, mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Studien und Untersuchungen sowie neueren pädagogischen Konzeption zur Sicherung der Qualität befassen müssen. Zur Qualifizierung der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen und als Impulsgeber für Veränderungen ist eine qualifizierte Fachberatung für Einrichtungsträger und für die pädagogischen MitarbeiterInnen wichtiger denn je. Durch die spezifische Rolle der Fachberatung, ihren Einblick in verschiedene Einrichtungen und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe kann Praxisberatung eine hervorragende Koordinierungs-, Mittler- und Moderationsfunktion übernehmen. Darüber hinaus kann sie Denkanstöße und Unterstützung in Veränderungsprozessen von Einrichtungen geben.

Um diese Anforderungen erfüllen zu können, benötigen Fachkräfte in Kitas kompetente Fach- und Praxisberatungen, die ihnen bei der Umsetzung der Anforderungen und Aufgaben behilflich sind. Im Land Brandenburg ist das System der PraxisberaterInnen seit vielen Jahren nicht verbessert worden. Durchschnittlich stehen in jedem Landkreis nur 1 – 2 Personen zur Verfügung. Und das bei mehr als1.800 Kindertageseinrichtungen im Land Brandenburg. Mit anderen Worten: durchschnittlich haben PraxisberaterInnen (meist nur in Teilzeit) durchschnittlich 100 Kitas in ihrem Qualitätsentwicklungsprozess zu begleiten. Daher halten wir an unserer Forderung fest, dass perspektivisch 1 PraxisberaterIn für maximal 1.000 Kita-Plätze (und damit durchschnittlich 20 Kitas) zuständig sein sollte.